Oman das andere Arabien
Georg Popp, Juma al-Maskari
Deutsch, Arabisch
gebunden 155 S., 140 Abb. 31 x 22,5 cm, 0,995 kg
1. Aufl., 1995, Augsburg
Juma al-Maskari, 1960 auf Sansibar geboren, und Georg Popp lernten sich Anfang der 80er Jahre zufällig in einem Studentenwohnheim in München kennen. Für beide war dies der Beginn einer langjährigen, für sie fruchtbaren Zusammenarbeit: zuerst hier in Deutschland und als 1990 das Sultanat Oman seine Grenzen für Ausländer öffnete, auch zunehmend im Oman.
Die fotografischen und bildnerischen Arbeiten haben in erster Linie einen ästhetischen Anspruch. Dass sie darüber hinaus Dokumente unserer sich wandelnden Zeit sind, schmälert ihren künstlerischen Wert nicht. \'Wenn Juma Al-Maskari eine alte Eingangstür mit Ornamenten findet, und hinge sie noch so windschief in einem der verlassenen Lehmhäuser irgendwo in den Bergen, er muss sie begutachten, betasten und - fotografieren.
Vielleicht hat der 35jährige Naturwissenschaftler erst während des Studiums in Deutschland seine omanische Heimat schätzen gelernt, weil er sie so oft erklären musste. Seinen deutschen Freund aus dem Studentenwohnheim, dem gleichaltrigen Georg Popp, hat er vom Reiz der schlichten Schönheit des Oman überzeugt und begeistert. Mit beiden in Oman unterwegs zu sein ist ein Vergnügen; denn sie erweisen sich nicht nur als Kenner des Landes, sondern als Enthusiasten für diesen gar nicht pompösen, gar nicht publicitysüchtigen arabischen Staat.
Frucht dieser Begeisterung ist ein querformatiger Bildband, der das Land am östlichen Rand der arabischen Halbinsel erstmals in deutscher und arabischer Sprache vorstellt. Die Fotos zeigen das Alltagsleben der Fischer, Schiffsbauer und Händler, die traditionelle omanische Architektur und ihre moderne Fortführung, die künstlerische Meisterschaft der Kunsthandwerker und immer wieder die herbe Landschaft im Hochgebirge und am Meer. Der Band ist ein schönes Souvenir für Touristen, aber auch ein \'Nachschlagewerk\' für all jene, die sich mit arabischen Ländern befassen.\' Georg Walsch, Sächsische Zeitung